School Minutes 1: 1560-1561

School Minutes, Text (B): (1) Johannes Wolf (1560-1561)

[ Text (B), f. numbered] 0
Schulherren-Ampts // Acta publica // By verwaltung Johanns Wolffen // pfarrhers Zum Frowmünster // 1560 //

[ Text (B), f. numbered] 1
Anno 1560, am Meytag, als mine Herren Verordneten zur // lehr, in gemeyner Versamlung, der Collegien und schulen allhie // inn Zürich, flißigs nachfragen gehebt, ward demnach ich Hans Wolff, // zum Schulherren erwellt, und ob allen Schulordnungen vest zu hallten, // mitt ernst ermanet,: Alles in bysin miner Gn. Herren Burger= // meyster Müllers vnd Seckelmeyster Sprünglins, vorgedachter miner // Herren Predicanten, Läseren etc. Darumbe der Schul // zu gutem, ich, was ye zu Ziten, inn Sachen die Schul belangend, an= // bracht, erkennt und gehandlet, inn diß Buch ingeschriben. etc. //

Sambstags, deß 4. Meyens. //
Hielt ich die erste Versamlung, darinn ward gehandlet: // Erstlich gegen Johannem Fryen, deßhalb, das er weder im Examine, // noch harnach, als er darumb berüfft, erschinen, gar hochtragen, // der trunckenheit ergen, imm nüwen wirtzhus // zum shluck, das er // damaln selbs beckennt, getruncken, etc., das er deß abstahn, sich // dergstallt hallten sölte, das man sinthalb nit mehr verwißens haben, // und bösers mitt imm fürnemmen müßte. Demnach ward ime // Fryen, dem Göldj, Grebel, und Sulzer anzeigt, das diewil sy ires // unordenlichen läbens halb, und nit zum dienst der Kilchen etc. ab der // frömbde heimberüfft, söltind sye wie ander inn alle lectiones gahn, // und sich da behören laßen. //

Zum anderen ward erkennt das Abraham SChnider, sölte behört // werden, in bysin Herren Seckelmeyster Sprünglins, J[unker] Jacob Haben, H[err] Lud. Lavaters, beider Schulmeisteren, und minen: nammlich in // Greca et Latina linguis: ouch ettlich fragen in Theologia an inn thun etc. //

Zum dritten, das denen, so an Hansen Göldins Hochzit getantzt, // nachgefragt, und was funden anzeigt wurde. das dann beiden // Herren Hallern und Wicken befolhen. //

[ Text (B), f. 1v, numbered] 2
Zum vierden, das alle Knaben, so verschines Examens, // der Schul erlaßen, söllind die Lectiones publicas all // hören, ouch M[agister] Urichs, das ich inen anzeige und den // Herren Profeßorib. iren namen verzeichnet zu senden sölle. // Daby warend Herr M[agister] Heinr. Bullinger. H[err] Gualther, // H[err] Lavater, Her Haller, H[err] Wick. H[err] Simler, H[err] D[octor] Geßner.//

Sambstags deß 18. Meyens. //
Inn der anderen versamlung ward anbraacht und erkennt // was hernach geschriben staht. //
Erstlich als verschiner Censur, von Wilhelmen Wäber // anzeigt, wie er hochfärtig, und das selb ußstieße inn unantworten // gegen Ehren Lüthen, vnd insonders inn Jünckerischer Cleidung, // darzu gar hinläßig imm studieren. Deßhalb er beschickt // und gewarnot, diewil er zimmlich alt, // ouch alltag an die // frömde [Zerm] geschickt zewerden, begärte, ouch ein Ehren frommen // Vatter gehan, demm erbarkeit bas dann sölich lichtferig wäßen ge= // fallen, insonders aber er und ander deßhalb ungunst und // verachtung inen selbs hiemitt ufflüdind. Sölte er die und // andere vormaln an inne geschähene Warnung, by ime zu // beßerung reichen laßen, und darner für das durch die // verordneten Herren, denen flißigs uffsähen uff inn und ander // zehaben ernstlich befolhen, nit witer kön[…] klegt käme, und // deshalb schwärers gegen ime fürgnommen wurde. //
Zum anderen, Als H[err] Adam Winterlj ettlicher schmachschrifften // so im Lectorio über inne funden, ercklagt. Jst abgeredt, // diewil das anderen vormaln ouch begägnot, vnd villicht // mehr beschähen möchte, das den stipendiaten, so morndes // sonst ouch beschickt werdend, gesagt werde, sy sölichs schribens // absandind, oder erwartind, was unser gn. Herren, denen //

[ Text (B)] 3
sölichs als ein maleficischen Handel zugehörig, gegen // dem thätter handlen wurdind, sich ouch deß versähind, man // werde ein flißig uffsähen daruff haben. // Zum dritten, Als Herr Collinus anzeigt, das Rosenstock, so geurloubt, // in sin lection gange, und daruff gefragt, ob ime und anderen // geurloubten, das zu gestatten, die wil sy es frilich uff hoffnung // widerummb zu kommens thuind, Jst abgeredt, diewil man // inen das Lectorium, so frömbden und heimbschen offen, nitt vorbeschließen // könne, und aber sy das uff ein anders bruchind. Sölle die sach Herren // Burgermeyster Müllern anzeigt, und Rosenstocks vatter und bruder // gesagt werden, Er möge inn lectiones gahn oder nitt, man werde inne // wyter nit annemmen, noch sich sinen beladen etc. //
Daby warend M[agister] Heinrich Bullinger, H[err] Rudolff Walther, H[err] Lavater, // H[err] Wick H[err] Simler, H[err] Doctor Geßner Her Collinus. //

Sontags 19. Meyens. //
Beschicktend wir, Collinus, Simler, und ich uff die Stuben alle Stipendiaten // so lectiones publicas hörend, denen zeigt ich an, das sy die lectiones // mitt fliß hören, und was zu erlütherung deß texts gesagt wurde // in besondere bücher uffschribind, damitt sy es in besonderen und // gemeinen examinibus. köntind zeigen. Glicher gstalt ward inen, // was Schmachschrifften halb erkennt, fürghallten Vnd den vieren // Göldj, Grebel, Fryen und Sulzer besonder gesagt, sy flißiger dann // bishar die lectiones besuchen weltind, daß wir gemelte dry sy // uß uns selbs, und günstiger meinung weltind gewarnet haben.//

Zinstags 21. Meyens //
Als hievor verschines Sambstags erkennt, das Herren // Burgermeyster Müllern, vß was ursachen Rosenstock geurloubt, // anzeigt wurde, hab ich ime Herren Burgermeystern anzeigt, wie // obstaht. //

[ Text (B)] 4

Mittwochen 22. Meyens. //
Als Lienhart Lindener, so vor im Stipendio gewäsen, und deß // vor einem Jar beroubt, darumm der unflißig, nachts uff der // gaßen ummglouffen, und anders thon, ouch letstlich gewibet: für // mine Herren versamlet kommen, Begert, der ursachen ime // abgeschlagenen Stipendiums schrifftlichen schin, den zu bringen // in Toggenburg, da er verhört und vertröst zu der // kilchen dienst gebrucht ze werden. Ist erkennt das ich // den selben Herren schribe worumm und wie er geurloubet: // und so er sich sovil gebeßert und so wol in irem examen erzeigt // daß sy imm ein kilchen vertruwen, mögind, wir ime das // gonnen etc. luth der Mißin in der trucken ligender // Copy. //
Als dann M[agister] Hans Fryes, luth eines Zedels, ouch ander an= // zeigt, das Hußher und Trüb einanderen geschlagen: Sy daruff // erhört, und sich funden, das Trüb vom Hußheren Anlaß // gehebt, Tobias Buchman den Hußheren an Trüben // gehetzt etc. Ouch Hußher vier tag onerloubt ußgsin, und // sonst gar stoltz und unghorsam sich erzeigt, Ist Trüben, // und er sich nit mitt schryen und schlahen sonder anzeigung // sinem preceptorj, so imm leids beschähe, hernach räche und // sonst wie bißhar flißig sye. Dem Buchman gesagt, das // wann man sines Ehren Vetteren und siner armen muter // nit verschont, hette, man inn etwarumm gebüßt, sölle aber // aber [sic!] nit mehr kommen, sonder ansähen, das er alt, und ander // Jung vor bösem zu verhüten ietz gesetzt sye. Hußher // aber ist M[agister] Hans Friesen inn der Schul mitt der ruten // zu straffen zukennt etc. //
Es ist ouch fäsy, der winterlins schmachzedel funden gefraget, // und als er nüt wüßen wellen, Herr Lavatern und mir, // ander mehr zu befragen befolhen, und was wir funden, widerumm für zebringen. //

[ Text (B)] 5

Den Ersamen wolgelerten Herren // Achilli Decan und pfarrhern zu Jon. // Schwil: Samuel Kennhas Camerer und // pfarrher zu Neßlow: Christian Negelj // pfarrher zu Kilchberg, unseren sonders // lieben Herren und guten Fründen.//

Unßer fründlich Grüße sampt was wir eher liebs und guts vermögend, // zuvor Ersam, Wolgelert, lieb herren und gut fründ. Als Lienhart // Lindiner, Zönger, uff hütt dato vor uns erschinen und anzeigt. Dommalen // er by üch, zu der Kilchen dienst angenommen zewerden begärt, daruff siner // lehr und könnens von Üch erkonnet, ouch wol getröst, und das er der ur- // sach ime von uns abgeschlagenen Stipendiums schrifftlich schin brächte, // gewisen. Begärte er gantz trungtlich, wir in be- // dennckung siner armut und hohen notdurfft, ime den selbigen // mitteylen weltend. Diewil dann von ihrer und siner selbs // halb, diß sin begären nit unbillich, uns ouch keinswägen beschwärlich. //
Habend wir ime das nitt abschlahen, sonders uch der // warheit gerne berichten wollen. Fügend uch hienuff zu wüßen // Das er Lindiner ein Zitlang in unser gnadigen Herren // Stipendio zu der lehr und ehr Gottes erhallten, volgendes aber // sich nitt allein mitt unfliß, nächtlichen umlouffen, und anderen // so Jung Lüth zethun gewon sind, vergangen: Sonder ouch über // ettlich mal beschächne Warnungen darinn verharret und letschlich // sin stipendium, mitt demm Her wider unßerer Herren Ord= // nungen vorn Jaren gewibet, sonst verschütt, deßhalb er letsch= // lich gar geurloubet. Dergstalt das wenn er mittler Zit // sich so schinbarlich gebeßeret, er deß. Kundschafft haben. und // in unnserem Examine bestan möge, alsdann ime zehilff // unsere Herren abermaln, was inen gelägen und gefellig thun // werdind. Wann nun ir unser lieb und güt frund // inne in üwerem Examine ouch sinem by vöh. gefürten wandel // so geschickt funden oder nachmaln zu funden Hoffnung habend. das ir // inne zu der Kilchen dienst zebruchen tougenlich und gefaßt // achtend: mögend wir ime das selbig und was im sonst //

[ Text (B), numbered] 6

sonst guts beschiht, von siner frommen Ellteren ouch // sinen selbs wägen gar wol gonnen. Das wie // ich gar guter meinung uff sin begären zuschribend: // Als die üch und üweren Kilchen, was fründschafft // uns müglich zu bewisen gantz gutwillig und geneigt // sind. Üch hirmitt Gott dem Herrenn – sin // gnedigen schirm gantz wolbefälhende. Geben und // verwart mitt unsers Schulherrn zu sigel, //
Zürich. 23. Meyens anno 1560. //
Schulherr und verordnete // zu der Lehr Zürich //

[ Text (B), numbered] 7

Domalen ward ouch den Knaben das Stipendium gebeßert, und // erkennt, das dem Sprünglj, so iüngst geurloubet, dise nechste pfingst. // Frowfasten werden sölte.//
Es ward ouch H.[errn] Walthern und M.[agister] Friesen befolhen, der Bucheren // seligen son, gegen Herren Obman Stoltzen und pflegeren Zefürderen, // ob ime zu einem Handwerk gehulffen wurde etc. //
In diser versamlung warend M[agister] Heinr. Bullinger, Walther, // Wick, Haller, Lavater, Collinus, Frisius, Simler, Pellican. //

Zinstags deß 11. Brachmon: //
Als hieuor am [ersten] vierden Meyens erkennt das Abraham Schnider behört, // Hab ich daßselbig mitt Hilff Herren Seckelmeyster Sprünglins, Herren Lavaters, // Simlers und beider Schulmeysteren ußgericht, von gedachten Herren ime die // Kundschafft zegäben befelch empfangen. Wiewol er in beiden Sprachen schlächtlich, // und in Thelogia minder wol bestannden, [hab] deßhalb man inne nit könne // sonders hochrümen: Habe man denocht ettlicher Gutes verstands an= // zeigungen, und insonders bißhar erzeigts erbars wanndels halb gute hoffn= // ung, so er flißig, und min Herren ime behulffen sin werdind, möge er // mittler zit ouch ettwan ein [Lucken] verträtten. //

Mittwochen, deß 12. Brachm. //
Vff disen tag zeigte ich minen Herren an Abraham Schniders halb // wie obstaht: Daruff erkennt, das imm gesagt: Man welte inn uff // Hoffnung sine beßerung by der lehr und vorerkentem Stipendio // beliben laßen mitt dem geding: das er die Lectiones flißig be- // suche, und sich in Latina lingua beßonders mitt hören eins guten // authoris und schriben vil übe, damitt er harnach in einem // rechten examine gar bestande etc. das alles mitt mehr worten // domaln mitt im geredt ward. //

[ Text (B), numbered] 8
Demnach zeigte ich an Heinrich Vsterins begären, das ime // zu einer Badenfart mitt fürsatz uß Her Hallers ampt // geholffen wurde, denn er dero von wegen sine rud Und // besorgts bruchs notdurfftig, als er darinn M[agister] Peters // Bruchschniders rhats gepflegen. Daruff Herren Hallern // befolhen, die sach by M[agister] Peter zu erkennen, und so er sin not= // durfftig, Heinrichen by 5 lib. uff künftige frowfasten ze= // lihen, doch das er Heinrich erst inn Hundstagen. so die lection // ufgeschlagen fare und sich halte daniden das kein gklegt komme, // etc. //
So denne Herr Ludwig Lavater und ich Wolfenspergern und // Hüber deß Schmachbriefs halb erkennet und nüt anders // dann wie Trüb anzeigt, funden, das ich anzeigt: Jst be= // schloßen, diewil der sach kein grund zefinden, sölle sy // beruwen, und Fäsin gesagt werden, wenn harnach er ettwas // funde, einem Schulherren, oder so es unser Herren ald burg […] // belanngte, einem Burgermeister anzeigen etc. //
Als ouch inn dieser versamlung Her Wick anzeigt, wie unsere Studenten und Schuler uff dem Kilchoff by den Kilchtüren // wider unser Herren Mandat stündind dem hochzit: zelugen Ward geraten, das er Wick und Herr Haller, // welche das chon erfaren, und die Zom Frowmünster // irem Zuchtmeister, die Schuler iren Schulmeisteren // darumm Zestraffen befolhen, die aber der Ruth ent- // wachsen am stipendio büßen laßen. //
Wie demnach Herr Doctor Geßner anzeigt, den unfliß // der vieren so ab der frömbde beschickt, Göldins, // Fryen Sulzers und Grebels: Ward gerahten Das // sy merdes beschickt und gefragt wurdind, ob sy ge=// horsam sin weltind, und darnach sy sagtind gehandlet wurd. etc.//

[ Text (B), numbered] 9

Jn dieser versamlung warend H[err] Bulllinger, D. Geßner, Wick, // Lavater, Simler, Collinus, Walther, und Haller. //

Morndes gedachte Herren, vßgnommen D. Geßner, und ich, versamlet, // Handlet mitt den vier gedachten sovil, d. sy zusagind die Lectiones // zu hören etc. Ließend mir durch Herren Bullinger sagen, d. ouch ich wilhem Webern beschickte und inn Herr Zwinglins lection // wyst. Das volgents Sambstags gegen ime ußgricht, ouch domale // demm fäßy, was mir hievor befolhen anzeigt. etc.//

Sambstags 29. Brachm. //
Hielte ich minen Herren für wie Jacobus Brunner uß Bern […] // von sinen Herren Heimbrüfft begärte, ims ein Kundschafft sines // allhie gefürten wandels geben wurde. Die ime von minen Herren erkennt, und von mir geschriben und zugstelt Sontags darnach. luth der selben Copy. B. fol. seq. //

Sambstag 6. Höwmon: //
Zeigt ich an das under almusengnoßen einer abgangen und sölte ein für=// schlag beschähen. Darum domale benamset wurdend dry, so M[eister] Fries // angeschriben Stolz, Bluwler, und Ott, luth deß fürschlags Copy. //
So danne her Docter Geßner sich abermaln erclagt der vier heimbe=// rüfften unflißens, und man vil guter meinungen dazu redt, ward // erkant, d. die Bußen uff das versumen der letzgen gesetzt von inen //

[ Text (B), numbered] 10

den versumenden, allezit so des beschähe, solte als bar durch den // Pedellen insetzen werden, Doch hievor diß erkantnus // Herren Burgermeister Müllern anzeigt und sines thals herum geläbt werden. //
Als ouch her Sebastian Guldibeck Schulmeister zum Frowmünster // anzeigt, und sonst ouch anderschwo har klegte komen d. die provisores // und Collaboratores, ettwan spat, ettwan gar nit inn die Schülen // kommind, und unflißig sigünd: ist abgeredt, d. iren iedem sommer // er ußblibt und nieman an sin statt gestelt, luth der Schul ord // nung, ein schilling zu buß an sinem Stipendio inngehalten werden // und der Schulmeister daruff ein vfsähen und es anzeichnen // söllt. Doch das min Herr Müllers rhat ouch darum ge=// pflägen werde. //
By disen Sachen warend die nachbenampten Herren, Bullinger walter// amman, Lavater, Simler, D. Geßner, Sebastian Guldibeck, und // ich. //

Vff dem Imbis selbigen tags, giengend Herr Bullinger und ich zu // Herren Müllern gen Stadelhofen in sin Hus, und uff anzeigung // vorgesetzter beider beschwärden und unser darüber gethoner rhat=// schlagen: befalh der Herr uns in dem selben mitt ernst für ze=// faren, und was uns darüber begegnete siner Hilff, und sowie*// Deß begärts d. er die vier ungehorsamen selbs in bisin ander// zur lehr verordnet. herren zu schulen, günstigs willens, uns // tätind zu ime versähen. //
In vier Jahen sagen darnach am Fritag als man Herr Cunraden von Rapper=//schwil predig hören wolt, ward in bysin miner Herren Examina-// torn, den provisoren und collaboratoren beider Schulen anzeigt […]// weltind in der Schul mehr flißes dann bißhar beschähen anwenden. Dann // den Schulmeysteren befolhen, welicher einichs stund versumdt, oder // gar spat kömme: den um ein behemmsch zu büßen uff zezeichnen, und // den Herren so inen ir Stipendium gebend anzezeigen damitt // man deß berüffens und schules überhebt. etc. //

[ Text (B), numbered] 11

B. Jacobj Brunners Berners Kundschafft Copy. //
Universis et singulis hasce letteras cognituris, salutem in Domino. // Cum Jacob. Brunnerus Bernensis reuocatus in patriam, // testimonium acta apud nos vitae sibi dari postularet: // nos, Scholarcha et caeteri Scholae Tigurinae presides, // ei, quale et ipse mereri videbatur, et nos perhibere potera=// mus, testimonium hisce letteris non grauate prohibemus. Ac // quantum, nobis quidem, de eius vita ac moribus deque // studys est cognitum, testificamur: cum quo apud nos fuit // hoc toto biennio, in Sacrosanctae Theologiae, [studyse] // bonarum Literarum atq artium studys operam sedulam, // posuisse: praceptores suos pie coluisse: bene et modeste // vitam egisse. Quam eius pietatem et industriam // ipsi complectimur: officia observantiamque diligimus: eoque // illum ipsum omnibus bonis diligentissime commendamus. // Datae et Scholarchae nostri sigillo obsignatae, //
Tigurj pridie Cal. Jul. Anno 1560. //

[ Text (B), numbered] 12

Sambstags
Als M[eister] Hans Fryeß ettlich Knaben in publicas Lectiones gefürderet zewerden begärt. // Das Herr Lavater und ich hinder unseren Herren nit thun wollen, und ich inn umm die // Zwilffe uff die Stuben bescheid. ouch min Herren dahin berüfft, inen sin begären // selbs ze offnen: ward im uff gethonen fürtag zu antwort, diewil er selbs // beckantlich nüt Hebraischs geläßen haben, sölte er innhalt der Ordnung den // (curs) ußfüren, und denn miner Herren bescheids ferner erwarten. Daby // warend H[err] Walther, Altschulherr, Collinus, Her Lavater, Simler.//

Domaln ward ouch erkennt: Diewil Appenzellers und Schwytzers elteren // begärtind das sy beid heimberüfft wurdind, sölte inen des selbig vergonnt sin // und den Jungen das sy heimkömind, zugschriben: Ouch dem zu strafe […] // Diewil es daselbst ger thüwer, gen Basel zezühen erloubt, und ouch zu=// gschriben worden. //

Fritags 16. Augsten //
Als Fättli sampt sinem Son Stoffel zu mir kommen und anzeigt, wie er ein // Dienst in Toggenburg hette sonche er kundschafft der Ursachen sines urlaubes // brächte beschied inn für mine Herren Verordneten Zur lehr, die habend sich // erkennt. Diewil Fattlj. sich mitt ungehorsams, unfliß und unerbarem wel[…]// dermaßen gehalten das man inne nit mehr für ein guten schuler halten können // ouch deßhalb geurloubet. Könne man inn nit wol zu einem predigkanten // geschickt achten und fürderen, so wurde inn ouch die Kundschafft so man ime mitt der warheit geben möchte zu wenigen frommen erschieße mögen // Deswegen man inne der Zit kein Kundschaft zegeben geachtet. Ob er aber deß // nit zufriden, möge er minen Herren Burgermeister um ander Bscheid// ansuchen, was die thüynd oder heißend sölle billich geschähen. Daby // ward ouch erkennt, d. ich minem Herren Burgermeister von Cham de[…] // Handel anzeigte, wie wir nit gern hinder unseren Herren sölichs thun // wellen, damitt nit ettwas unruwen daher wie von anderen unge=// schickten personen ervolgte etc. Das ich glich dem herren deß tags anzeigt zum // Schnaggen in bysin herren stattschriber Aschers. //

[ Text (B), 12v]

Domaln bracht ich an, daß Fäsy, Ustery, Wäber, Waser und ander // begärtind an die frömbde geschickt zewerden. Zu dem daß zum // Frowmünster ouch zwen groß worind, villicht deß ouch begirig. den // über [ke] erkennt. Diewil man derzit nit wol wüßte wo // hin sy zeschicken. sy ouch sich liederlich gehalten: und ettlich mehr // uff beßerung irs stipendiums denn des wandlen fruugind // söltend sy harnach beschickt, und inen die meinung fürgeholten // werden. Des man derzit kein komlichs platz wüste dahin // ine fugklich zezühen, und es gegen früling villicht alles beßer // ouch die reyß ringer werde, sy bißher so unflißig gwäßen daß man zu inen wenig guter hoffnung haben mögen: söllind // sy sich disen winter hie bliben, die lectiones flißig besuchen // und bas schicken, wann denn O[…] sy in künftig examen, wol und hie zwüschent in presentis examinibus wol bestahn, // von Herren Profeßoribus, das sy flißig gwäßen, gute Kund-// schafft bringend wolle man inen den kommliche ort ze // zuhen behelffen und beraten sin, und hiezwüschent das man ir // Stipendium ettwelicher vast gemehret werde sähen. Hie by warend Herren M[eister] Heinr. Bullinger, Wolfgang Haller, // Collinus, Lavater, Fryes, Wick, Walther und ich. //

Fritags 20. Septembr. //
Als min Herr gfatter M[eister] Heinr. Bullinger der vieren Gölding // Grebels, Fryen und Sultzers examen hiellte, Zeigt ich an was d. Hospinianus. Bumans halb geschriben, und sonst der übrigen // aller halb zügele. Daruff mir befolhen Bumans // halb min Herr Obman Köchlj Zbitten ims Buman umm ein // stüwr an sin kranckheit kosten zehälffen Der Zucht und // meysterschafft halb, darinn die zu Basel söltind gehallten // werden, söllte ich dem Rector und der Universität schriben // daß sy zu unseren Jungen gut sorg hettind etc. – Daby warend // H[err] Bull, Walth., Wick, Haller Fries Simler altschulher und ich etc. //

[ Text (B), numbered] 13
Zinstags, 24. Sept.
Als ich montags mitt Herren Obman geredt, er by heid by Herren Burgerm://
Mülleren gesucht und mir anzeigt, das ich Bumans Handel minen Herren // den Rechenherren fürtragen sölle, ich das selbig thon: ward mir erkannt // VII g. die ich von Herren Obman empfahen und dem iüngling zuschicken sölte, mitt anzeigung, das er darus Doctor, Scherer, Apotegger, und sin Herr // wirt abzalen sölte. //

Sambstags, 28. Sept.
Als H[err] Hans Herter begärt Joachimo sinen bruder, so im Stipendio zum Großen // Münster erhalten, gen Genf zezühen und da selbst zestudieren vergonnt werden // möchte. Ward im die Antwort, Min Herren bedüchte das sölichs nitt für // den Jüngen, nitt für imme selbs, und vil weniger für sy were. Dann der // Jung allhie by im vil in beßerer Zucht gehalten wurde dann villicht by // frömden so die sach inen nit so haben angelegen sin lueßend. So wäre es // thürer und wurde villicht mittler Zit ime selbs Zeschwär werden. Minen // Herren aber möchte es geg. anderen ein bößen inbruch bringen und des // ander elter denn er, denen des wandlen unlang hievor abgeschlagen. Villicht // daß sich hettind zeercklagen. Welte er aber uff siner meinung beharren // und den bruder in sinem kosten hinweg schicken, ließind sy des geschähen // mitt vorbehalt ir Hand gegen im offen zehaben, und inn widerum in ir // stipendium vfzenemmen unverbunden zefinden. Deß er Herter zefrid. // und begärt der bruder inne zevolen vermanet wurde. das denn geschach. //

Domaln als ich Felix Engelhart Her Docter Engelharts seligen sons begären // daß er sich examinieren und so er gut erfunden Zur lehr in die schulen ze=// bruchen urbütig fürgehallten, ward anzeigt wie ettwan abkäme // und gittig villicht gemäß der suche, des aber vergäbens und zeletzt er=// kennt, d. M[eister] Heinr. Bulling mitt Herren Seckelmeister Sprünglin, // ich mitt H Felix Engelhart redte, und es ouch irres gefallens, kein // beßorgens darhinder, wurde man es gern mitt im ‹f.› versuchen //

Domaln wurdend fürgstellt Holing Schwitz, Johannes Appenzeller so von wandlen // kommen, hattend gutter kundschafft wurdend vermanet die lection: und predigt, //

[ Text (B), 13v]

zehören und dermaßen ire Sachen schicken d. wenn sy mittler Zit // Zum examen gevordert, wol bestandind, daby warend // H[err] Walther, Haller, M[eister] Heinrich, Collinus, Simlerus, Wickis und // ich. //
Zinstags nach gesagten Tag rede ich mitt J. Felix Engellhart, der sagt // des sin Vetter etwer Zu gebrucht wurde, imm lieb. Das er aber abkö=// nit zu wüßen wäre. Volgents donstags fragt ich M[eister] Heinr W. // er gegen Herren Seckelmeister ußgericht, sage er, das imm nach ein antwort // sölte gefallen. //

Samstag 16. November. //
Betagt ich Tobiam Buchman. Der ward gefragt, weshalb // sin Herr Vetter Theodorus in uß sinen Hus ußgestoßen und // was er mitt deß Husmagt zeschaffen. Antwortet er: // Sin Herr Vetter inn mitt der Junkfrowen im Heg gehabt und // deßhalb ußgestoßen er aber und die Jungkfrow gar nüt // an einanderen zesprächen nich tätlich utzid mitt einandern // gehandlet hetten. Daruff erkennt diewil // er […] H[err] Haller, so der sach etwas Gericht sin sölte, nitt // zugägen ouch zubesorgen daß er und die magt leugnent bis // uff andrer Zit sich vereinbaret: Sölte der sach eingestellt sin // bis Herr Haller ouch dafur wurde und Herr Walther sampt // Herr Wick die Junckfrow […] beschicken deß erinner // im: daß ir […] eröffneth imm väst nachteilig // sin würde Darum sy die warheit sagen sölte und dem // das beschähen witer rädt. […] Darin // warend Herr M[eister] Heinr. Bulling H[err] Wick und ich etc. //

Sontags 17. November. //
Ward Censur im Collegio Zum Frowenmünster gehallten, und // gesagt: Dem Hußheren: d. er Bekanntnis und andere exerciti- // ret: wie ettwan beschähen. Jnen allen d. sy den platz vor der //

[ Text (B), numbered] 14

kilchen, so unverschonet der Kilchen, begrebt, und etc. bishar nit one // verletzung gemeined Burgerschafft mitt geschwätz und anderem // mißbrucht, miden, und iren Zuchtmeisteren v. ein platz do sy sich // mitt libs übungen er[…] möchtend: fragen söltind, alles mitt mehr // worten irem herren zuchtmeister befolhen und denen im Oberen Collegio // glichergstalt zesagen Herr Wicken angehenckt: d. sy ouch fürohin ire // parret gegen ehren lüthen abzühen, und nitt wie bisher allein ruck // söltind etc. //

Montags 25. November //
Als Herr Doctor Geßner sich schriftlich erclagt, das Wilhelm Wäber iij. // Conrad Waser ij. Bigel ij, Vstery j. Trüb j. Huser j. lectiones // versumpt: mitt pitt ich ernstlich ob der Satzung hallten, und das die überträtter // gestraft wurdind verschoffen weltind: Ließ ich die bußen // durch den pedellen forderen. Dem antwortend: Wäber, es wärind nüw ufsätz thätint nit gut: schlüge mir und fäsin des recht // für manglet mir gelts inn die metzg; […] Doctor und ich soltend uns schämen inen gelt abzenemmen, // den, was vil meh. […] söltind: wäre mir nüt schuldig etc. Ußtery // überkam entschuldigung vom Doctor selbs in gschrifft: Huser ouch, Trüb stalt sich stets* ghorsam.

Zinstags 26. Novembr.
Hatt ich Herren Bullingers und H[err] Welyers rhat was geg. st. // ungehorsamen fürgenemmen wurdend eins erstlich by anderen // Jungen, so darby gsin. Der sachen grund zu hören demnach minem // Herren alten Burgmeyster (was Herr Müller) die Sach für // gehalten. Also fand ich by Felix Trüben. Dem Huser, und Rikenman // das Fäsins fürgeben wär deßhalb ich Herren Müllern der sach bericht. // Der berufft uff morndrigen Tag Herren Seckelmeister Sprüngli, // Herren Pauer Herren und die Herren gelehrten für die selbigen die ungehorsammen zubetagen. //

[ Text (B), numbered] 15

Mittwochen, 27. Novembr.
Als um 12. Nachmittag Hernach genempte mine Herren zu // samen kommen, Herr Burgerm: Müller, H[err] Seckelmeister Sprüngli, H[err] PfarrHerr Schmid, H[err] Bullinger, H[err] Walther, // H[err] Doctor Geßner, H[err] Collinus, H[err] Haller, H[err] Ludwig Lavater // und ich. Hielt ich gedachten minen Herren, mitt vor // laufender Danksagung ires gnädigen erschinens, ouch meld // der Satzungen und mich zu sölichen fürtrag bewegender ursach, // das für wie ich uf ernstlichs ansuchen H[err] d. Geßners die bu[…]// wie obstaht insich laßen und gedachte ungehorsams fanden etc. //

Vnd als uf sölichs Wäber und Waser inhin genommen, ich inen vil // gedachte Handlung für hielt, warend, Wäber aller dingen // anders denn der nüwen vfsetzen, und des er des in schimpf. // geredt: Waser ouch alles onecht des schämens beckäntli // und was gesagter Waser vil frächer vor minen Herren // denn gegen pedellen mitt Heuerer anzeigung das er nüt sche[…] // etc. //
Vff sölichs min Herren sich erkantend, das sy bed ire ungehorsam. // und hochmut zu büßen, die gevorderten bußen erlegen, von Herren Burgermeister wol geschulet und ein tag und // nacht in Wellenberg gelegt werden söltind, damalen // erkennt alle Studenten sy wärind Stipendien oder nitt, welichs lectiones // publicas hortind, sölind eind Schulhere ghorsame globen etc. //
_bents als ich heimkommen erzeigt sich Wäber mitt erlegen der // buß und zusäg vilfaltiger beßerung etc. Aber Wasers // muter bracht böße Wort.//
Bigel bracht ein Psalmum Carminum explicatum. Den nam ich für die // buß. //

Montags, 2. Decembr. //
Berichtend H[err] Walther und H[err] Wick mine Herren was Jacob wirt // Jsenmans magt die Buchman solt genommen haben, antzeigt. Und // Diewil in iro fürgeben und Buchmans aster antwort sich er // funden, den sy beids ein anderen zur Egenomen, sölte er iro wa //

[ Text (B), numbered] 16

erbiettens, wo zu man siner dienste bedörffte, gebrucht werden. // Ob aber er im Examins zu schwach erfunden, als dann // söllet man inne Wyter zu erhallten nit verpflicht sin, Daby // warend H[err] Wick, Walther, M[eister] Heinrich Lavater, Collinus, Simler, ich und D. peter wolt nüt zur sach rhaten. //

C. Mörickofers Kundschafft Copy. //
Universis et singulis letteras hasce lecturis Salutem in Dno. // Cum Balteßarus Merickoferus Schafhusianus, revocari // se in priam diceret, et iudicy de vita apud nos acta, eq. // suis ipsius studys atque moribus nostri testimonium sibi dari // postularet, nos scholarcha ac cateri Tigurinae Scholae presides. // nec nullum nec lene eius virtuti deberi testimonium, eoque irum hec // tribuendum arbirati sumus. Ac quantum nobis quedam, de eique vita // ac moribus deque studijs constat, ipsi testificamur, eum quamdiu // Tiguri convocaturus est, in bonarum artium inprimisque sacrae Theologiae studijs operam sedulam posuisse, praceptores suos per officiose // et peramanter obseruasse, tum alias probam modestamque Vitam // egisse. Quam eique pietatem et diligentiam sic ipsi complectimus // sicque bonis omnibus praedicatam volumus ut hasce letteras ei, non solum ut iustum ac debitum testimoniam, verum etiam ut firmum // et graue preconium dandas iudicaverimus. Valete D[…] // et Scholarcha neque sigillo obsignatae. Tigurj 14. Cal. Febr. an. 1561.

[ Text (B), 16v]

Zinstags 25. Hornungs
Zeigt ich an den hirten Vatter, Zindels muter, begärtind das die iren // ab der frömbde heim beschickt wurdind, so verstünde ich wol das // M[eister] Eßlinger ouch müd wäre dem Buman wyter für zesetzen, weß ab // wonlichs fründ gesümet, trüge ich kein wüßen. So horte ich dergeg. // das Göldj und urich dauß zebeliben begärtind. Daruff ward von Herr // Walthern anzeigt, d. H[err] Rud. Wonlich. sin brüder länger dauß zu // erhallten beschwärlich sin wurde. Also ward erkennt, d. welich // zu Straßburg und Basel sind, all, bis an Göldj. heim berufft. // und er Göldj gen Heydelberg zezühen gewisen werden söllind. //

So denne den vi. Elltesten Stipendiaten, so hieuor ouch ettwan an die // frömbde zekommen begärt, sölich ir pitt der tagen ernstlich ernüwert // und sich träffenlich vil guts erbotten, das ich alles minen Herren domaln anzeigt. Ward inen allen, und nammlich Oßwalden. Fäsin // und Cunraden. Waßer gen Genff: Wilhelmen Wäber und dem // Rickenman gen Basel: Heinrichen Vstery und Jodoco Husherr // gen Bernn zezühen erloubt: Alles mitt dem geding und anhang // das sy ir fronfasten gelt, den herren so sy zugschickt, gantz werd. laßen, // was vorhin davon genommen widerum ersetzen, ire schuldner so // zefriden stellen söllind, dann man sy nit wellte mitt lären Händen // Die frömbde kommen laßen, das alles mitt mehr worten inen do // maln heiter anzeigt. Ouch sölte ich sy alle und yede mitt furd. // vs, als an D. Calvinum und Bezam gen Genff: an D. Erastum // Heydelberg: D. Junium und Hospinianum gen Basel: D. Hallerum // Bernn versähen. Daby warend H[err] M[eister] Heinrich, Collinus, // Geßner Zwingli, Lavater, Wick, Haller, Amman, Walther und

[ Text (B), 17r]

Frytags 14. Mertzen.
Beschach ein Fürschlag zom Frowmünster inns Collegium an Rickenmans und // Hußherrn statt, darum wurdend benamset. //
Jacob Keretz, Heinrich Keretz, eines Räbmans son, wonet vor dem Linden // thor, vormaln ouch zwüret im fürschlag gwäßen. //
Jacob Pfrunder deß Vatter zu Küßnach gesäßen. //
Hans Vogler deß Sigersten zom Frowmünster son. //
Hans Großman von Hönng – Habend all das Almusen. // Hans Rudolff Büler M[eister] Peter Meyers selig Tochter son. //
So dennes ettlich Jüngers uß der provisoren Claßibus //
Rudolff Leman M[eister] Lemans son. //
Hans Schörli, M[eister] Schörlins son //
Jacob Franck Stubenknechts zum Weggen Son. //
Daby warend H[err] Simler, Haller, Wick, Lavater, Amman, // Walther, M[eister] Heinrich, und ich. //

Mittwoch. 9. Aprellens
Wurdend Mathias Hirt, Johannes Wonlich, Helias Hewlin, Nicolaus Zindel // und Wolfgang Buman, so ab der frömbde Heimberüfft, fürgstellt, irer // Schulden kundschafft ires dauß gefürten wandels, und insonders gehörter // lectionen halb gefraget, und daruf ermmanet ire schuldner, so bald // inen müglich zuvermügen, in die predginen, lectiones sacras und für uß hebream // flißig zegan, ouch sich irem Stand gemäßer wys* zu beckleiden vermanet, // und was man sonst mitt inen wol zefriden. //
Als demnach in der undern Schul einer am Almusen abgangen, wurded // an des selbigen statt fürgeschlagen, Felix Muggler und Marx Nötzlj. // Daby warend H[err] Baschy, H[err] Walther, Zwingli, M[eister] Heinrich, Lavater, Simler, Collinus und ich. //

Montags 14. Aprellens. //
Ward das Examen gehalten inn der Oberen Schul inn Schulmeysters // Claße, da sy zimlich wol bestündend, deßwegen man mitt M[eister] Friesen deß=// halb des er den Curs geläßen wol zefrid. was. Aber in Provisors //

[ Text (B), 17v]

Claße bestundend sy schlächtlich, deßhalb die knaben beschulten, und // Provisorn gesagt ward, Man könnte erkennen den unfliß der Knaben // und hienäbend gedenken, das wenn er in der Schul wäre, mit versun[…]// darumm er, damitt deßminden versumpt wurde, deßter fürer in d. // Schul sin sich sölte flißen. Die übrigen. zwo Claßes zu behören // man deß tags nitt wyl hatt, und des morndes nach dem Jmbis // thun H[err] Lavatern, Cholern und den Schulmeyster verordnet. //
Volgents Zinstags ward das Examen in der undern Schul gehalten. // Da die in Schulmeysters lection gar wol bestundend, deßhalb m[…] // ime Schulmeyster danck sagt angewendts flißes, und inn wyter d. // best zethun vermanet. Inn provisors Claße bestundend ettlich zie. // deßhalb man ein zimlich vermügen hett, den provisor und die knab. // die sach zu verbeßeren vermanet. Die übrigen Claßes, so // tags nitt möchtend verhört werden, befalch man H[err] Funck […] // und dem Schulmeyster morndes zu behören. //
Inn disen beyder Schulen Examnibus ward erckennt, d. Hans // Steffen, F. Keller, Abel Werdmüller fürnes, und die anderen m.[…] // inen der Oberen Schul erlaßus söltind von mir beschickt, und im // gesagt werden des sy ir fryheit zu unfliß nitt [G] mißbruchind, auch // sy widerumb inn die Schul gesetzt werdind. De[…]// sölind Herr Baschien und ich dem alten Pfäniger sagen sin son // hette nit ein gut ingenium, wäre darzu alt und unflißig, […]// an hold und ußschweiff werden, Deßhalb man inne nit zu ver // kürtzen, das selbig guter meinung sölichs by zit anzeigte. //

Der nächsten mittwochen, am morgen, behort man die in // D. Peters Lection, und in H[err] Simlers: ouch M[eister] Zwinglis Hebrai[…] // Da die Knaben gar wol, aber inn den vordrigen übel bestunden // doch gab man das zu irer Jugent, und des noch nit lang public gwäsen. Nach dem Jmbis, behort man D. Ammianj. und Collinj lectiones, darin sy wol bestundend. D. // Geßners lection ward nitt verhört, deshalb das der merteil // siner zuhöreren an die frömbde geschickt warend. etc. //

[ Text (B), numbered] 17a

verheyßen, trüwlich halten, aber luth der Satzung siner sines stipendi // ums entsetzt sin. Doch von wegen das er sich in der Schul wol gehalten. // erst nach allernechstkünftiger wienacht fronfasten. //
Wasern ließ ich domaln fragen der buß halb sagt er, es were nit // lang verzogen welte sy noch hütt geben. Beschach umm den Jmbis. // Domaln bracht ich an Felixen Engelharts begären, das er inn stipendium ufge=// nommen und in die Schul Kinder zelehren gebrucht wurde. Also ward er=// kennt das er in bysin miner herren Examinatoren behört, und nach dem // er bestunde, angenommen oder abgewisen werden sölte. Daby warend // H[err] Haller, Wick, Walther, M[eister] Heinrich, Lavater, Simler, ich etc. //

Mittwoch 18. Decembr. //
Als Tobias Buchman begärt man inne by der Schul beliben ließe, ward // nach verläßner satzung, diewil [fr] die Heiter ußtruck glich so[l] wol stennd // und plätz, als stipendia beschloßen, das er ouch den selben Platz sölet verwürckt // haben. Aber diewil er gar thrüwlich gedienet, sölet Herr Haller ime // uß dem studenten Amt geben. Daby warend H[err] Haller, Wick, // Walther, M[eister] Heinrich, Lavater, Simler, Fryes, ich. //

Anno 1561 Mitwuchen, deß 8. Janüary //
Ward Her Doctor Enngelharts son, genannt Felix behört in // utraque lingua. Latina et Graeca: ouch in Dialectica und Rhetorica. Bestund // also, das min Herren vermeintind zu einem schuler hette er wol, aber // zu einem Schulmeyster nitt genug geantwortet: und diewil man // sich zu ime, der lange Zit von der lehr gewäsen, und Zimlich alt, mitt wib, // kinden und hushallten beladen nitt könnte versähen, das er ein Schul-// meystery der provisery versähen könnte, danneben die anderen // Stännd inn der Schul weder inn noch können möchtind ertragen der // sich nit ouch ließe bruchen zepredigen; könnte man imms nit rhaten. // Das er sich in so große arbeit by so kleinem ink[ommen] begäbe: darzu hette // man nitt gwalt yeman anzenemen der sich nitt begäbe in predigen // läßens und alle andere dienst da man sin bedörffte. etc. mitt ohn [?] Worten.//
Dabey warend Herr Statthallter Peyer, J. Jacob Hab., M[eister] H. Bullinger, // AltSchulher, H[err] R. Walther, H[err] Wick, H[err] Haller, M[eister] Fryes. //

18. Jannary Sambstag: //
Ward Marcus Salerus an Abraham wolfen statt, Lector inn der underen Schul, der sin an mich und H[err] gfatter // Sebastianum begärt hatt. //
Als demnach Baltaßar Mörikofer von Schafhusen, so hie // gstudiert, by H[err] Walthern im tisch gwäsen, heim berüfft, und sines flißes und wandels halb kundschaft begärt, ward, uff das im // Herr Walther, flißes, so er in predig und lection hören, ouch stundig // daheim erzeigt, deßlich tugentsams wandels halb wol rundt // und anders miner Herren keinem von gedacht. Merickofer // zu wüßen erkennt, das ims ein gemeyne gute Kundschaft // sölte werd. Die ich ims geschriben luth der Copy etc. //
So denns Helias Heulin schriftlich an mich begärt ime by // minen Herren zehelfen um erloubnus heim Zezühen, und // ich obgesetzts tags die ursachen sampt siner pitt anzeügt: ist // ime erloubt: doch das er zu Basel mitt yederman ab // rechne, und im schulden oder anderer sachen halb nit laße einig // klagt nachkommen. //
Daby warend H[err] Gfatter Bastian, H[err] Haller, Wick, Walter, Zwinglj., Lavater, Funck, Simler und ich.

Sambstags Februar j //
Als unlang hievor gfatter Felix Enngelhart, wie obstadt, // abgwisen und aber sidhar schrifftliche werbung an M[eister] Heinr. // gahn laßen, inn dero er sich nitt allein in d. schul sonder ouch // uff die Cantzel, und wo man sine bedörffe wurde, bruchen // lesen welle mitt ernstlicher pitt, man es mitt ims wie einem // anderen versuchen welte etc. Ward erkennt, d. er inn // das best Stipendium deren so noch nitt an der frömbde gwis //
Ist 25. Gulden angenommen sin sölte, mitt dem geding, das er […]// en predigten, und lectionen hören, allen Schulordnungen under- // worfen, sin wandel füren wie ein ander Stipendiat, und zu // ennd deß iars, oder, so er ime selbs truwt in einem halben iar // etc. zu bestahn, widerum examiniert, und so er wol bestanden. // Das groß Stipendium ist 40 gulden upgenommen, und luth sines er[…] //

[ Text (B), numbered] 18
Samstag 19. Aprellen
Ward Censur gehallten, und als allerley mengel der knaben halb // anzeigt, ward die selbigen zu verbeßeren beschloßen wie harnach // von einem an das ander geschriben stadt. //
Hanns Steffan sagt man, diewil er in einer Herberg wäre, da // er zu zächen und müßiggang vil anlaßen hette, sölte er mitt hilff // M[eister] fryesen umm ein andere Herberg sähen und sich wol halten //
Diewil demnach Rudolf Käller vil zächens halb verlümbdet, ime // des etwan gewert, und nieman bas zu im sähen könte dann sin vatter, // sölte es dem selben anzeigt werden //
Als ouch beide Schulmeyster und provisor anzeigtend d. Jacobo Wäbern und // Johannj Bronwern [d.] ir Studieren gmach von statt gienge, und zu // besorgen, wenn man sy glich lang vfenthielte, wäre wenig frucht zu // hoffen. ward M[eister] Frießen und H[err] Lavatern sampt mir befolhen, iren // Ellteren in irem der knaben by sin zesagen, by die Knabend weltind // nun langsam und gmach sin, ob es am verstand, oder // am fliß, oder an denen beyden stuken felte, möchte man nit wüßen, wollte aber // weder die [viel] Ellteren mitt vergäbner hofnung betören, noch die // Knaben so zu handwerck numehr alt gnug versumen, sonder sy // die Elteren, wiewol one abschlahen deß almusens, oder vorbeschlies. // der Schulen, sich was iro nutz sye zu berhaten wüßen, fründtlichster // bester meinung gewarnet haben. //
Jacobus Pfrunder, Jacobus Morgenstern, Christophorus Keller, // Melchior Vieder, Johannes Dumpert werdend all bscholten // unflißens halb, ettlich zächens, und deßhalb das sy andere ouch // inzugend, wie ouch Brenwald die wurdend dem Schulmeister // befolhen zestraffen. Glicher gstallt ward gredt mitt dem Sirnacher // und Dutwiler. //
Bigels halb ward von Her Sebastiano anzeigt das er by nacht // uß dem Hus uff die gaßen gienge, dem trincken ergeben wäre, und //

[ Text (B), 18v]

Daby von anderen gemeldet, d. er ettwan in der win=// füchte seltzam […] ußstieße, darumm er umm ein // halbe fronfasten gebüßt, und mir befolhen sölichs sinem // vogt Herren Seckelmeister Sprünglj zesagen; ob er und // die fründ mitt ernstlichem Capitlen inn davon bringen // und zu beßerung bewogen möchtind. //
Herr Doctor Geßner schickt mir ein Zedel inn die Censur, // in dem ersich ercklagt, Bigel wäre ii bußen versumpten // siner lection halb schuldig, das ich verantwortet mitt an=// zeigung das Bigel mich mitt antwort vervügt hette. // Deßglich Rüters halb. Das ich ouch wol gwüßt und bis // inn Censur gespart, was gegen ime zehandlen, zu vernemmen // also warde abgeredt. Diewil man im nüt gebe, könte // man imm nüt abnemmen. Ich aber erstlich inne selbs zu // mehrerem fliß vermanen, und so er darob nüt thäte // mitt sinem Vatter raden sölte, guter Hofnung. // Diewil sonst // ein flißiger guter Knab allweg gwäßen, er das best thun, // wo nit der vatter inn darzu halten wurde etc. //
So denne Herr Haller und H[err] Wick denen uf die Knaben // ufsähen zehaben, befolhen ouch H[err] Walther und ander an=// zeigtend, was man sy vermannte ir röck anzelegen. // wäre alles vergäben. Ward erkennt und in offner Censur[…]// vor allen Studenten und Schuleren anzeigt. Das fürohin // alle Studenten und Schuler, so das (stipendium) Allmusen habend, ire röck // gar anlegen und erbars wandels, wie denen so zur kilchen // dienst erzogen werdend zustaht, sich flißen, und, welich // des übersähind, von ieden zur lehr verordneten Herren, // der sy sicht geleidet, und um ein sächster [ge]büßt werden söllind, etc.
Es söltind ouch die so ab der frömde erst heimkommen aller // ordnungen und satzungen etc. sich zehalten ermannt werden. //

[ Text (B),] 19 [r]

Montags 21. Aprellen
Als Leonhart Ernny uff das Diaconat gen Pfäffickon verordnet // fürohin uf das selbig mehr dann uff die Schul legen wurde, und aber // die Schuler in disem anfang alles läsens uf das Examen eines // flißigen ufsähens und anhalltens notdurfftig, ward uff min anzeigen sölicher und anderer ursachen erwelt Wolfgang Buman, dem ich deß // selben tags alle Ordnung sampt der bußen dem überträttenden ufge- // legt, fürhielt, und inne in die Schul ordnet. //

Zinstags 22. Aprellen.
Als in obgeschribner Censur H[err] Lavatern, M[eister] Friesen, und mir, Wäbern // und Brunowern sampt ir bedes Ellteren, wie obstadt, zesogen: habend // wie dry diß tags sölich unser befälch gegen inen und iren mutteren, // so mitt inen kommen, ußgricht in M[eister] Hans Friesen Hus nach der predge.
Desglich hab ich nach dem Jmbys M[eister] Hansen pfeninger ouch anzeigt das // sines sons nit sonders ein gut Jngenium habe, ungeflißen sye, und // ansahe hald werde, zu dem zimlichs alters, deßhalb sich nit zu ver=// sähen des er zu der lehr geschickt sin werde, alles mitt mehr worten // daby was her gfatter sebastianus, denn solichs mitt mir ußzerichten // befolhen. //
Deßselben Tags ermant ich die der Schul erlaßen, des sy ir fryheit nit // mißbruchen und diewil H[err] Steffen, Abel Werdmüller und ettlich schwachs // Ingenij soltend sy deßter flißiger sin. Auch sölte keller sich Zächens // und derglichen wäßens müßigen etc. wie das in der Censur befolhen. //
By obgedachter Censur warend beid Schulmeyster und provisores, // beid Collini vatter und son, Lavater, Wick, Choler, Funck, Haller, // Simler, Walther, M[eister] Heinr. Bullinger, Zwingli, etc. ich. //

[ Text (B), 19 v]

Donstag 24. Aprellen. //
Beruft ich nach gethaner predge, in Crützgang, den Mülj, // Tobiam Buchman, und Abraham Schnider, so imm Examen // ouch der Censur nit erschinen, zeigt inen an was mir befolhen // diewil sy die Schul und lectiones bruchtind ouch Hoffnung // Hettind mittler zit widerumm inn des Stipendium vfgenommen // zewerden, sölind sy die lectiones und predginen ouch Examina // besuchen, oder warten, weß sy irer unghorsams und unflißes // genießen wurdind. //
Vm die 12. nach dem Jmbis, uff der Stuben, bracht ich an der // Knaben halb so inn das Stipendium angenommen werden // begärtind. Also wurdend uß gethanem fürschlag an=// genommen, uß der oberen Schul. //
Heinrichus Steiner, //
Heinrichus Bog //
Samuel Hochholtzer //
uß der underen Schul ouch dry, //
Johannes Rodolfus Büler //
Matthias Bachofen //
Rudolfus Haldenstein. //
Diewil demnach ettlicher anderer geschickter Knaben // so ouch fürderens würdig, und aber bym almusen so sy // der zit habend bas zu beston geachtet gedacht, ward ab=// geredt, das Herr Walther und ich für almußens pfläger // keren und inen mitt flißigem anzeigen irer gschicklicheit // und flißens ettwas stuwer erwerben söltind, und sind // in der Zal dise dry. //
Jacob keretz, Joannes Fogler, Johannes Großman. //
Demnach ward Doctor Geßner befolhen Carpentarium // zeläßen, und in sin lection wurdend bescheiden diese etc. //
Jsaias Wegger Johannes Steiner Josephus Britzen //
Jacobus Süler Michael Heitz Amandus Fischer //
Zacharias Schörlj. Leonhardus Hofmeister //
Rodolphus Keller. Samuel Fettlj. //

[ Text (B), ] 20 [r]

Als ouch die Schulordnung vermag das under den Jüngen // Predicanten iärlich einem befolhen, die Hebraisch Gramaticam // zeläßen, und M. Vlrich Zwinglj yetzdan vier dann ein Jar sin // best gethan. Deßglich die Lectio novi Testamentj, so Dominus // Josias hievor versähen, ouch noch nitt angericht, ward ab=// geredt einhälligklich, das es fürohin, wie die Satzung ußwißt, under den Jungen oder Diaconis ummgon sölte, also das // yetzdan M[eister] Vlrich, so bishar Hebraisch geläsen, in Novo Testamento // läsen, und an sin statt M[eister] Burcart Leman die Hebraisch Lection, // versähen, [zu] noch verschinem Jar M[eister] Burcart Novum testamentum // läßen, und ein anderer die hebraisch lection versähen, [söl] ouch // dise Lectiones under den gemelten Diaconis gentzlich [g] ummgen // söltind, damitt aber die Zuhörer nitt ettwan mitt un=//tougenlichen läßeren beschwärt und versumbt werdind, ist daby // beschloßen, das zu allen halben Jaren, umm das, ein frag gehalten, // und wo mangel funden der selb mitt änderung verbeßert werde.//
Daby warend M[eister] Heinrich, H[err] Haller, Collinus, D. Geßner, Wick, // Lavater, Walther und ich. //

[ Text (B), numbered] 21

Oßzug der Schulordnungen und satzungen // so diß verschinen Jahre, zum teyl ernüwert // und zum teil ufgericht sind, luth der acten. //
Als hiervor langest angesähen, das weliche Stipendiaten on erloubnus ire lectiones // versumend, // ein batzen zu rechter Bus verfallen sin söllind: damitt man // sölichem unfliß nit zu lang zusähe, ist wyter erkennt, d. gedachte buß von // den überträttenden durch den pedellen also bar inzogen werde etc. acten // am 6. Höwmonats anno 1560. Mitt gonst Her Burgmeyster Müllers et. //
Weliche Provisores und Collaboratores, ons erloubnus der Schulmeysteren, // und bestellen eines anderen an ir statt, ire Stunden in den Schulen ver=// sumbtind, die selben söllend, so dick das beschicht, j. ß zu buß verfallen sin, // und inen die selbig by den amptlüthen, an ir besoldung inngehallten // werden. Es söllend ouch die Schulmeyster daruf ein flißig ufsähen haben // acten mitt bewilligung Herr Müllers, 6. Höwmon. an etc. 60. //

Alle Studennten und Schuler so das Almußen oder Stipendia habend, söllend // fürohin ire röck anlegen, und die überträttenden von ieden Herren geleidet, // und umm ein sächser gebüßt werden acten in der Censur anno etc. 61 //

Die Diaconj und Jungen Predicanten, so in unser gnedigen Herren statt dienst // habend, söllend beide Hebraicam und Novi Testamentj lectiones, under // einanderen ummgahn laßen, also das welicher ein Jar Hebraies geläßen, // das nechst daruf volgend Jar in Testamento Novo läse. und ein anderer // an sin statt die Hebraisch lection versähe. Wie dann M[eister] Urich Zwinglj. // so bishar Hebraisch geläsen, diß künftig iar in Novo Testamento, und an sin // statt M[eister] Burkart Leman Hebrais läßen, werdend. Doch sol zu // allen halben Jaren, sölichs irs läßens halb ein frag darumm gehallten werden, damitt die zuhörer nitt mitt untougenlichen läßeren beschwärt // werdind. Acten 24. April. anno etc. 61. //